DDR Leporello Die Bremer Stadtmusikanten (ab 3 Jahre)
- Artikel-Nr.: 36601
- Autor: Gestaltung Lieselotte Scherffig
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Ein alter Esel hatte viele Jahre treu gearbeitet.
Als sein Besitzer ihn nicht mehr gebrauchen konnte, machte er sich auf den Weg nach Bremen.
Dort wollte er Stadtmusikant werden.
Unterwegs traf der Esel einen Hund, der ebenfalls zu alt für seine Arbeit geworden war.
Gemeinsam zogen sie weiter.
Bald begegnete sie einer Katze, die niemand mehr haben wollte.
Auch sie schloss sich den beiden an.
Nicht viel später hört sie einen Hahn laut auf einem Misthaufen krähen.
Er erzählte, dass er den nächsten Tag nicht mehr erleben sollte.
Da lud ihn der Esel ein, mitzukommen und ebenfalls Stadtmusikant zu werden.
Die vier Tiere wandernten gemeinsam durch Wälder und Wiesen.
Als es Abend wurde, entdeckten sie tief im Wald ein hell erleuchtetes Haus.
Dort hatte sich Räuber niedergelassen und ließ es sich gut gehen.
Die Tiere schmiedeten einen Plan.
Der Esel stellte sich mit den Vorderbeinen auf das Fensterbrett,
der Hund sprang auf seinen Rücken, die Katze kletterte auf den Hund und der Hahn setzte sich ganz oben auf die Katze.
Dann macht sie gemeinsam einen gewaltigen Lärm: Der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute und der Hahn krähte aus voller Kehle.
Die Räuber erschraken so sehr, dass sie in panischer Angst aus dem Haus flohen.
Nun konnten die vier Tiere in Ruhe essen und sich für die Nacht ausruhen.
Als später einer der Räuber wieder zurückkam, um nachzusehen, bekam er es erneut mit den Tieren zu tun.
Die Katze kratzte ihn, der Hund biss ihn, der Esel trat kräftig aus und der Hahn krähte laut.
Der Räuber lief voller Angst davon und erzählte seinen Gefährten, im Haus würden schreckliche Geister wohnen.
So kehrt die Räuber nie wieder zurück.
Die vier Freunde blieben gemeinsam in dem gemütlichen Haus wohnen.
Zwar erreichte sie Bremen nie, doch sie hatte ein neues Zuhause gefunden
und bewiesen, dass Freundschaft, Zusammenhalt und Mut stärker sind als Angst.
Eine zeitlose Märchengeschichte , die schon die Kleinsten begeistert
und zeigt, dass jeder – egal wie alt – seinen Platz im Leben finden kann.
Besonders schön erzählt dieses liebevoll gestaltete DDR-Leporello die Geschichte ganz ohne Worte
und lädt Kinder dazu ein, die Bilder selbst zu entdecken und ihre eigene Fantasie spielen zu lassen.
Pappbilderbuch, Lese- und Abnutzungserscheinungen, Buchseiten altersbedingt nachgedunkelt, 2. Auflage 1974