Sandmann, lieber Sandmann
- Artikel-Nr.: 36486
- Illustrator: Ingeborg Meyer-Rey und Rudolf Schultz-Debowski
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Liedtexte Ingeborg Feustel und Walter Krumbach
Als die goldene Sonne langsam hinter den Häusern verschwand, rumpelte ein kleiner blauer Wagen über den Feldweg.
Vorne trabte ein schwarzes Pferdchen mit einer rosa Schleife im Geschirr.
Auf dem Wagen saß der kleine Sandmann mit seiner grünen Zipfelmütze.
Seine weißen Haare flatterten im Abendwind, und er lächelte fröhlich.
„Heute müssen wir uns beeilen“, sagte der Sandmann.
„Die Kinder warten schon auf ihre Gute-Nacht-Geschichte.“
Mit dabei waren seine treuen Freunde: Herr Fuchs, Frau Elster, Schnatterinchen und Pittiplatsch.
Gemeinsam saßen sie fröhlich im Wagen und machten sich auf den Weg durch die Abenddämmerung.
Herr Fuchs hielt vorsichtig den bunten Regenschirm fest, damit der feine Traumsand nicht davongeweht wurde.
Frau Elster saß neben ihm und erzählte lustige Geschichten.
Schnatterinchen schaute neugierig aus dem Wagen hinaus und freute sich über die funkelnden Sterne, die langsam am Himmel erschienen.
Pittiplatsch saß gemütlich zwischen den goldenen Ähren und grinste mit seinen frechen Augen.
Bald erreichten sie ein kleines Dorf.
In einem Kinderzimmer saßen drei Kinder dicht beieinander vor dem Fernseher.
Sie warteten gespannt auf den Sandmann.
Als er erschien, wurden ihre Augen groß vor Freude.
Der Sandmann winkte freundlich und sprach:
„Habt ihr euch schon die Zähne geputzt?
Dann habe ich heute eine besonders schöne Geschichte für euch.“
Die Kinder nickten eifrig.
Da griff der Sandmann in seinen kleinen Beutel und streute glitzernden Schlafsand durch das Fenster.
Sofort wurde alles ruhig und gemütlich.
Die Vorhänge bewegten sich sanft, und draußen leuchtete der Mond wie eine helle Laterne.
„Zeit zum Träumen“, flüsterte der Sandmann.
Langsam wurden die Kinder müde.
Während sie einschliefen, zog der kleine Wagen schon weiter über Wiesen und Felder.
Überall brachte der Sandmann den Kindern schöne Träume
— von singenden Vögeln, kleinen Abendabenteuern und warmen Sternennächten.
Und irgendwo in der Ferne hörte man noch ganz leise das Lied:
„Sandmann, lieber Sandmann,
es ist noch nicht so weit …“
Dann wurde es still, und die Nacht passte gut auf alle schlafenden Kinder auf.
Hardcover, Lese- und Abnutzungserscheinungen, Buchseiten altersbedingt nachgedunkelt, 5. Auflage Lizenz-Nr. 419-440/F 17/90, Buch hat Flecken, Buchseite 20/21 wurde mittig mit Tesafilm geklebt